jasch

VIDEO TANK

video tank - to spout a trout

videotank

Interaktive Videoinstallation von Anna Kanai in Zusammenarbeit mit Jasch(Interaktion) und Tian Lutz (Szenografie) in den ehemaligen Forellenaquarien am Schanzengraben Zürich

„video tank – to spout a trout“ ist eine interaktive Videoinstallation.

Der Betrachter tritt vom Strassenniveau über Treppenstufen hinab in die Passage unter der Brücke. Die Decke ist bedrückend niedrig, die Wände verwittert; der Betrachter steht unter dem Wasserniveau des Schanzengrabens. Trotz der unmittelbaren Nähe zum Geschäftszentrum der oberen Bahnhofstrasse wirkt der Ort seltsam entrückt. Bleibt der Besucher vor den ehemaligen Forellentanks stehen, die je einen Bildschirm beherbergen, wird er zum Teil der Installation. Sein Bild, von Kameras aufgezeichnet, vermischt sich mit Bildern früherer Besucher, Fisch- und Wassersequenzen zu einer visuellen Erzählung, die immer wieder neu entsteht und nur im Moment des Betrachtens, für den Betrachter, existiert. Dem unwirtlichen Ort unter der Brücke wird eine poetische Wirklichkeit gegenübergestellt, die den Passanten spielerisch verführt.

„to spout a trout“ ist eine ortsspezifische Installation. Die Formgebung der Aquarien, die mit ihren runden Einfassungen bereits Bildschirme suggerieren, ebenso wie die Decke, die von der Unterseite der Brücke gebildet wird und von einem blauen Himmel mit weissen Wolken verziert wird, zeugen von einem vorangegangenen Gestaltungsaufwand. Forellen haben allerdings nur kurze Zeit die Aquarien bewohnt, da ihr Unterhalt zu aufwändig wurde. Die leeren Kästen sind bald darauf in Vergessenheit geraten. Anna Kanai’s Videoinstallation rehabilitiert den Ort und schenkt ihm eine neue Identität. Fischsequenzen und Aquarien wurden auch vom im Januar verstorbenen Videokünstler Nam June Paik thematisiert. So kann die Forellen speiende Intervention von Kanai auch als Hommage an seine Arbeiten „RealFish/Live Fish“ (1982) und „Video Fish“ (1975) gelesen werden.

Die Videoinstallation am Schanzengraben bleibt während dreier Monate erhalten. In dieser Zeit entsteht eine visuelle Datenbank, die zunehmend wächst und der Installation erlaubt, ständig auf sich selber zurückzugreifen.

videotank screens

Project Gallery



Press Clippings

NZZ cliping tagi
nzz.pdf tagi.pdf 20min.pdf soda.pdf
project website